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Definition der Verhaltensnoten anhand der Gesetzeslage:

SCHUG §43(1): Die Schüler/innen sind verpflichtet, durch ihre Mitarbeit und ihre Einordnung in die Gemeinschaft der Klasse und der Schule an der Erfüllung der Aufgabe der österreichischen Schule mitzuwirken und die Unterrichtsarbeit zu fördern. Sie haben den Unterricht pünktlich zu besuchen, die erforderlichen Unterrichtsmittel mitzubringen und die Schul- bzw. Hausordnung einzuhalten.

(2): Die Schülerin/Der Schüler ist über Auftrag der Schulleiterin oder einer Lehrperson verpflichtet, vorsätzlich durch sie/ihn herbeigeführte Beschädigungen oder Beschmutzungen der Schulliegenschaft und schulischer Einrichtungen zu beseitigen, sofern dies zumutbar ist.

SCHUG §18, Abs.5: Das Verhalten der Schülerin/des Schülers in der Schule (§21) darf in die Leistungsbeurteilung nicht einbezogen werden, mangelnde Mitarbeit (z.B. durch destruktives Verhalten bei Gruppenarbeiten) allerdings schon.

Bei der Beurteilung sind laut SCHUG §21, Abs.3 die Anlagen, das "Temperament", ihr/sein Alter und ihr/sein Bemühen um ein ordnungsgemäßes Verhalten (es besser als bisher zu machen) zu berücksichtigen.

Beurteilungsstufen:

Sehr zufriedenstellend

Zufriedenstellend

Wenig zufriedenstellend

Nicht zufriedenstellend

  1. Mehrere Verstöße, die die Verhaltensnote Wenig zufriedenstellend nach sich ziehen
  2. Wiederholtes provokantes Verhalten gegenüber Mitschüler/innen, Lehrpersonen oder dem Personal (trotz mehrfacher Ermahnung und Verständigung der Eltern)
  3. Ausländerfeindliche oder sexistische Äußerungen
  4. Ausüben verbaler und psychischer Gewalt, Einschüchterung von Mitschülern
  5. Beabsichtigtes, wiederholtes Stören des Unterrichts
  6. Diebstahl
  7. Ausübung körperlicher Gewalt mit Verletzungen, bewusstes Zufügen von Schmerzen
  8. Sexuelle Übergriffe
  9. Erhöhtes Aggressionspotential, Gefährdung anderer (Schlägereien)
  10. Sittliche Gefährdung
  11. Nötigung anderer Schüler/innen

Vorgangsweise bei der Festsetzung von Verhaltensnoten

Es tragen ausschließlich Lehrer/innen, die eine Schülerin/einen Schüler unterrichten, im Notenbogen ihren Vorschlag ein, denn nur diese sind im Rahmen der Klassenkonferenz auch stimmberechtigt.

Andere Lehrer/innen (Gangaufsicht, Schulveranstaltungen) bringen ihren Vorschlag über den Klassenvorstand ein.

Klassenkonferenzbeschluss: Grundsätzlich gilt bei Klassenkonferenzen der Mehrheitsbeschluss, nachdem die Begründungen und Anträge der einzelnen Lehrer/innen zu Gehör gebracht wurden. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Klassenvorstand.

Wenig zufriedenstellend und Nicht zufriedenstellend werden nach der Diskussion mit der Begründung protokolliert.